Heimat bedeutet für jeden etwas anderes, sie kann Ort oder Gefühl sein. Doch was bedeutet sie für Menschen, die vom Krieg zur Flucht gezwungen wurden und wie verändert sich diese Wahrnehmung nach der Rückkehr? Antworten auf diese Fragen erhoffen wir uns in den vom Krieg gezeichneten Balkanstaaten, die aus dem Zerfall Jugoslawiens hervorgegangen sind.
Die Geschichte des Balkankonfliktes ist eine Geschichte der Zerrissenheit. Als der Konflikt entfachte, mussten viele Menschen schlagartig ihre Heimat verlassen, um im Asyl hoffentlich eine neue zu finden. Nach Ende des Krieges war nichts mehr so wie zuvor. Jugoslawien war zerfallen und ist in mehrere kleinere Staaten aufgeteilt worden. Die Menschen, die ein neues Leben im Asyl gesucht hatten, kamen nun zurück in eine Heimat, die von Krieg und Veränderung geprägt war. 
Die komplizierte Geschichte des Balkankonfliktes wurde schon häufig in seiner Tiefe erzählt, meistens anhand von Archivmaterial und Experteninterviews. Wir wollen mit den Menschen vor Ort sprechen, über Flucht, aber vor allem über Heimkehr. Wir suchen die, die damals gegangen sind und die, die ihre Heimat nicht verlassen konnten. Es ist unser Ziel, begreiflich zu machen, was mit den Menschen passiert ist, auf deren Rücken solche internationalen Konflikte ausgetragen wurden und wie lange sie der Verlust der Heimat noch beschäftigt.
Konkret wollen wir wissen, was es für Menschen bedeutet, ihr Heim hinter sich zu lassen und in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen. Während Flüchtlinge von einigen Einheimischen hier als lästig oder sogar als Gefahr gesehen werden, bleibt es für uns schwer vorstellbar, was diese Menschen durchleben mussten. Ist es überhaupt möglich, eine neue Heimat im Asyl zu finden und was tut man, wenn die alte wieder als sicher erklärt wird? Wie ist es in eine Heimat zurückzukehren, die nun ein anderes Land ist und von Bomben gezeichnet wurde? Für uns ist Heimat ein Fels in der Brandung, aber wie verändert sich die Wahrnehmung, wenn alles von der Landschaft bis zur Flagge verändert ist. 
Wir steuern Orte an, die vom Konflikt geprägt wurden oder in denen heute noch Spannungen herrschen, und suchen nach den Menschen, die all dies durchleben mussten. Wir wollen mit ihnen über Heimat reden. In einer Gegend, die sich wie kaum eine andere in den letzten 20 Jahren veränderte.
Wir nehmen die Zuschauer mit auf die Reise und lernen die Menschen vor Ort gemeinsam kennen. Durch Videotagebücher nimmt der Zuschauer an unserem Alltag teil und schaut uns dabei zu, wie wir Probleme bewältigen oder an ihnen verzweifeln. Außerdem werden wir in den Tagebucheinträgen unsere ganz subjektive Einschätzung der Situationen unterbringen und die Geschichten unserer Protagonisten in einen Kontext bringen.
Interessiert an Kooperation oder Sponsoring? Kontaktieren sie uns einfach und wir schicken Ihnen weitere Informationen über das Projekt.
Back to Top